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Google Ads Kampagnen schalten: Mit diesen Tipps werden Sie erfolgreich

Das erfahren Sie in diesem Blogbeitrag

In diesem Blogbeitrag zeige ich Ihnen die Bedeutung von Google Ads im Online Marketing. Sie erfahren, was Ads für Sie leisten kann und wie Sie sich eigene Marketingziele stecken. Ich beantworte die Frage, was Google Ads kostet und ob man immer auf Platz 1 der Anzeigen stehen muss. Sie lernen warum Google nach dem Prinzip der Relevanz funktioniert und wie Sie das für Ihre Kampagnen erfolgreich nutzen können. Abschließend zeige ich Ihnen, wie Sie die häufigsten Anfängerfehler vermeiden und dadurch bares Geld und Zeit sparen, ohne diese Tricks selber herausfinden zu müssen. Klingt das gut? Dann geht’s jetzt los!

Marktanteil der Google Suchmaschine

Wenn Sie mit ihren Produkten oder Dienstleistungen im Internet erfolgreich sein möchten, müssen Sie erst einmal dafür sorgen, überhaupt gefunden zu werden. Deshalb liegt der Schlüssel bei der Gewinnung neuer Kunden in den Suchmaschinen. Etwa 90% der Nutzer entscheiden sich weltweit für die Google-Suche. Hier liegt das größte Potential.

Unterschiede von Suchmaschinenoptimierung und Google Ads

Die Suchmaschinenoptimierung (kurz: SEO) Ihrer Rankings in den organischen Anzeigen eignet sich eher mittel- und langfristig, da Ihre Website erst Rankings für Keywords aufbauen muss, was oft ein langwieriger Prozess ist. Dennoch sollten Sie Ihre Website immer gemäß den Empfehlungen von Google aufsetzen, um im organischen Ranking zu profitieren.

Das leistet Google Ads

Mit Google Ads starten Sie sofort. Sie müssen sich keine Rankings erarbeiten und werden sofort auf Google gefunden. Es entstehen Ihnen nur Kosten, wenn jemand auf Ihre Anzeigen klickt und zu Ihnen auf die Website gelangt. Sie wählen selber für welche Keywords sie gefunden werden möchten und wieviel Budget sie investieren wollen. Sie können jederzeit genau sehen, wieviel Umsatz oder Leads über AdWords generiert wurden und wie hoch die Kosten dafür waren.

Setzen Sie Marketingziele

Entscheidend ist, dass Sie sich mit Google Ads Marketingziele setzen. Orientieren Sie sich daran, wie hoch Ihre Margen sind und wie hoch die Marketing-Kosten sein dürfen um profitabel zu sein. Hier ist es entscheidend, rational zu planen und gut zu kalkulieren, denn danach entscheidet sich die Reichweite Ihrer Werbewirkung auf Google und damit auch Ihr geschäftlicher Erfolg, sowie die Anzahl Ihrer Verkäufe und Ihrer Leads.

Wie teuer ist Google Ads

Pauschal lässt sich nicht sagen, wie teuer Google Ads für Sie ist. Google legt die Klickpreise nicht fest, sondern Sie entscheiden das, genauso wie Ihre Mitbewerber das für sich entscheiden. Dadurch entsteht eine freie Dynamik am Markt. Und es entstehen branchenspezifische Unterschiede. Beispiel: Wenn Sie online sogenannte „Weiße Ware“ vertreiben, also Waschmaschinen, Geschirrspüler etc., werden Sie sehr geringe Klickkosten von wenigen Cents haben. Das liegt an den geringen Margen in dieser Branche, von unter 5%. Verkaufen Sie dagegen Mode und Bekleidung, liegen die Margen bei 50% bis 100%, teilweise höher. Deshalb sind die Klickpreise bei Bekleidung höher als für Weiße Ware, auch wenn der Umsatz pro Verkauf geringer ist. Verkaufen Sie Verbrauchsgüter, die bei Ihnen regelmäßig nachbestellt werden? Dann können Sie in Ihre Ads-Kosten den sogenannten Customer Lifetime Value (CLV) einberechnen. Bei Verbrauchsgütern eignet sich Google Ads sehr gut zur Neukunden-Akquise. Bestandskunden kaufen dann sehr häufig direkt über Ihre Website oder reagieren auf Newsletter-Aktionen, sodass Ihnen dann durch Ads keine Kosten mehr entstehen.

Welche Anzeigenposition ist die Beste und muss ich auf Platz 1 stehen?

In der Google-Suche gibt es vier Anzeigenpositionen oberhalb der organischen Suchergebnisse und weitere vier Anzeigenpositionen darunter. Die beste Klickrate haben die oberen vier Anzeigenpositionen. Denn die meisten Nutzer vertrauen Google, dass relevante Anzeigen oben in der Suche stehen und machen sich nicht die Mühe, bis nach unten zu scrollen. Daher sind die ersten vier Anzeigenpositionen die wertvollsten und teuersten Positionen. Wer sich den ersten Platz leistet ist entweder am erfolgreichsten, oder hat seine Werbekosten falsch kalkuliert. Das eigene Ziel sollte es immer sein, auf Platz eins zu stehen und die Nase erfolgreich vor der Konkurrenz zu haben. Für den Anfang ist es aber wichtiger, seine Marketingziele umzusetzen. Und dabei spielt die Anzeigenposition eine untergeordnete Rolle. Denn letztendlich ist die Anzeigenposition ein Resultat aus der Wettbewerbsfähigkeit des eigenen Angebots am Markt und der Qualität des AdWords-Kontos. Wenn bei Ihnen beides perfekt ist, stehen Sie auf der ersten Anzeigenposition.

Warum ist der Qualitätsfaktor bei Google Ads wichtig?

Vielleicht haben Sie schon vom Qualitätsfaktor bei Google Ads gehört. Aber was steckt dahinter? Hier die Antwort: Google lebt von der Zufriedenheit seiner Nutzer und davon, dass diese die Google-Suche wieder und wieder verwenden. Das erreicht Google nur, indem es äußerst relevante Suchergebnisse aufführt, die dem entsprechen, was die Nutzer wirklich suchen. Das ist die Kernkompetenz von Google und Grund für den extrem hohen Marktanteil. Man sieht es auch an den hohen Klickraten der obersten Suchergebnisse auf der ersten Seite.

Diese Relevanz benötigt Google auch für die Qualität der bezahlten Anzeigen in der Google-Suche. Vor allem weil diese ganz oben stehen und Nutzer sie als erstes sehen und mit hoher Wahrscheinlichkeit darauf klicken.

Abb. 1: Prozentuale Klickwahrscheinlichkeit von Rankingpositionen, Quelle: https://www.sistrix.de/news/klickwahrscheinlichkeiten-in-den-google-serps/

 

In der Graphik sieht man, dass nur die ersten Plätze auch geklickt werden. Neben den organischen Anzeigen gilt dies für die bezahlte Suche gleicher Maßen. Die Nutzer vertrauen Google, dass die relevantesten Suchergebnisse ganz oben stehen und sie auch nicht weiter suchen müssen. Google wiederum ist darauf angewiesen, dass die Werbetreibenden mit Google AdWords relevante Anzeigen produzieren, damit die Nutzer die Anzeigen als Mehrwert sehen und darauf klicken. Ansonsten würden sie nur auf die organischen Ergebnisse klicken. Deshalb hat Google den Qualitätsfaktor entwickelt. Er ist eine Bewertung der Relevanz Ihrer Keywords und Anzeigen, sowie Ihres Ads-Kontos insgesamt und verleiht Ihnen eine gewisse Stellung als Werbetreibender mit Ihren Anzeigen bei Google. Gute und relevante Ads-Anzeigen werden auf diese Weise mit niedrigeren Klickkosten belohnt und schlechtere, weniger relevante Anzeigen herabgestuft. Das heißt, dass jemand mit einem hohen Qualitätsfaktor für das gleiche Keyword auf der gleichen Anzeigenposition weniger pro Klick zahlen muss als jemand mit einem schlechten Qualitätsfaktor.  Angenommen Sie bewerben das Keyword: „Fußballschuhe günstig bestellen“. Bei Ihnen ist der Qualitätsfaktor 6 und Sie zahlen für das Keyword 80 Cent, um auf Platz 1 zu stehen. So muss jemand der einen Qualitätsfaktor von 10 hat nur 50 Cent je Klick zahlen, um auf Platz 1 zu stehen. Die Preise sind nur beispielhaft und schematisch. Genauere Informationen finden Sie hier auf den Google-Hilfe Seiten.

So bekommen Sie einen hohen Qualitätsfaktor

Wenn Sie Ihre Klickkosten senken wollen, müssen Sie die Relevanz Ihrer Anzeigen bei Google erhöhen, um einen besseren Qualitätsfaktor zu bekommen. Das Geheimnis liegt darin, dass Keyword, Anzeige und Zielseite perfekt zueinander passen und auch perfekt zur Suchanfrage passen. Wenn also jemand nach „Fußballschuhe günstig bestellen“ sucht, sollten sie dasselbe Keyword in Ihrem Ads-Konto haben. Auch in Ihrer Anzeige sollte dieses Keyword stehen und auf eine Zielseite mit genau diesen Produkten führen. Zudem sollte die Website eine schnelle Ladezeit haben und mobil optimiert sein. Dann sind Sie für den Nutzer extrem relevant, denn Sie bieten genau das, was er sucht. Sie werden hohe Klickraten und viele Verkäufe generieren. Google wird merken, dass Sie relevante Anzeigen schalten und Ihnen einen sehr hohen Qualitätsfaktor geben. Sie sollten darauf achten, immer nur einen Wortstamm bzw. eine Sinneinheit pro Anzeigengruppe als Keywords zu verwenden. Wenn Sie „Adidas Fußballschuhe Größe 43“ als Keyword haben, dann erstellen Sie dafür eine eigene Anzeigengruppe. Erstellen Sie für alle Größen, Modelle, Farben, Sportarten etc. immer eigene Anzeigengruppen. Nur so garantieren Sie, dass Suchanfrage, Keyword und Anzeigentext identisch sind und zu 100% zueinander passen. Nur so können Sie auch tiefenverlinken und den Nutzer genau zu dem Produkt führen, nachdem er sucht. Diese Arbeit zahlt sich für Sie aus! Es ist eine Investition, von der Sie fortan profitieren.

Nutzen Sie Short-Tail-Keywords und Long-Tail-Keywords

Für eine hohe Conversion-Rate ist es wichtig, dass Sie neben 1-Wort-Keywords auch längere Wortkombinationen benutzten. Denn je spezifischer und genauer Nutzer suchen, desto höher ist ihr konkretes Interesse. Sucht jemand nach „Adidas Fußballschuhe Größe 43“, weiß er schon sehr genau was er möchte.

Abb.2.  Short Tail vs. Long Tail Keywords, Quelle: http://mastersindigitalmarketing.org/keyword-density-for-seo/

Sucht er hingegen nur nach „Fußballschuhe“, ist er erst in der ersten Orientierungsphase und noch nicht wirklich kaufbereit. Short-Tail-Keywords wie „Fußballschuhe“ sind nützlich um sich von Beginn an beim Nutzer als Kaufoption zu etablieren. Allerdings ist hier der Wettbewerb unter den Werbetreibenden sehr hoch und die Conversion-Raten eher niedrig. Long-Tail-Keywords haben dagegen meist einen niedrigeren Wettbewerb weil sie so spezifisch sind. Entsprechend sind die Klickkosten ebenfalls niedriger. Zweifellos sind Long-Tail-Keywords aufwendiger in der Erstellung. Aber Sie werden mit einer hohen Conversion-Rate belohnt.

Verwenden Sie die richtigen Keyword-Optionen

Viele Werbetreibende machen den Fehler, sich nicht ausgiebig mit Google Ads zu beschäftigen. Betreiben Sie einen Online-Shop oder eine Leadseite und wollen Ads Kampagnen nebenbei nutzen, um mehr Traffic und potentielle Käufer zu bekommen?  Dann ist es für Sie enorm wichtig, die verschiedenen Keyword-Optionen bei Google Ads zu kennen. Andernfalls kann es für Sie teuer werden. Denn es gibt insgesamt 4 Keyword-Optionen: Exakt, Wortgruppe, weitgehend modifiziert und weitgehend passend. Im ersten Moment kann es etwas kompliziert erscheinen, worin die genauen Unterschiede liegen. Lesen Sie sich deshalb unbedingt die Beschreibung von Google durch. Hier finden sie anschauliche und ausführliche Erläuterungen. Wichtig ist, dass Sie mit der Keyword-Option weitgehend sehr bedacht umgehen. Denn diese Keyword-Option lässt als einzige auch Synonyme zu. Das kann zu ungewolltem Traffic führen:

Beispiel: aus „Laufschuhe kaufen“ wird „Sandalen kaufen“

Sie sollten weitgehende Keywords erst nach und nach testen. Am besten starten Sie mit Exakt, Wortgruppe und weitgehend modifiziert. Hier haben sie geringere Streuverluste und höhere Conversion-Rates.

Abb.3. Keyword-Optionen – Reichweiten-Pyramide, eigene Darstellung

Unpassende Keywords ausschießen

Als Werbetreibender möchten Sie effizient mit Ihrem Budget umgehen. Daher sollen Sie Keywords schon von Beginn an ausschließen, die für Sie nicht relevant sind. Wenn Sie beispielsweise ausschließlich Neuware in einem Onlineshop verkaufen, schließen Sie alle Keywords wie „gebraucht“, „benutzt“, „second hand“ etc. aus. Wichtig ist auch, dass sie Adjektive deklinieren, also „gebraucht“, gebrauchtes“, „gebrauchte“ usw., denn Google fasst ausschließende Keywords strikt, ohne nahe Varianten oder Fehlschreibungen. Sobald Ihr AdWords-Konto läuft, sollten Sie regelmäßig nach unpassenden Keywords schauen und diese ausschließen.

Fazit

Wenn Sie diese Tipps beachten, ersparen Sie sich viel Lehrgeld und vermeiden die häufigsten Anfängerfehler. Ich hoffe, der Beitrag war hilfreich. Bei Fragen oder Anmerkungen lassen Sie gerne einen Kommentar da oder sagen Sie mir gerne Ihre Meinung.

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